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26.4.2018

200. Patenschaft unterzeichnet

Foto: Im Mentoring-Projekt wird der 200. Patenschaftsvertrag unterzeichnet. Foto: Freundeskreis Asyl Ostfildern

Das Monitoring-Programm besteht seit 2016. Dabei unterstützen ehrenamtliche Mentoren geflüchtete Menschen bei der Integration. Nun wurde der 200. Partnerschaftsvertrag unterschrieben.
Mehdi Fallahi hat eine neue Aufgabe. Der Iraner kümmert sich als Mentor um seinen Landsmann Daryoush Ranjbar. Damit zählt er zu der wachsenden Gruppe Geflüchteter, die sich in Ostfildern im Rahmen des Mentoring-Projekts ehrenamtlich um andere Flüchtlinge kümmern.

Am 18. April unterzeichneten die beiden Männer die 200. Kooperationsvereinbarung im Rahmen des von der Bürgerstiftung, dem Freundeskreis Asyl und der Stadt Ostfildern getragenen Projekts. Seit dem Start im Mai 2016 unterstützen Mentoren geflüchtete Menschen bei der Integration – ob beim Deutschlernen, bei der Alltagsbegleitung, in der Schule, bei der Ausbildung, dem Berufseinstieg oder bei Freizeitaktivitäten. Um eine gewisse Verbindlichkeit herzustellen, schließen Mentoren und Mentees Kooperationsvereinbarungen.

Mehdi Fallahi (27) lebt seit zwei Jahren in Deutschland. Im Iran hat er eine Ausbildung als Flugzeugmechaniker absolviert. Der sprachbegabte junge Mann hat seinen Integrationskurs abgeschlossen und verbessert sein Deutsch, um im Herbst ein Studium beginnen zu können. Er möchte entweder an der Universität Stuttgart Luft- und Raumfahrtechnik oder an der Hochschule in Esslingen Fahrzeugtechnik studieren. Nebenher arbeitet er in einem Mini-Job als Pizza-Lieferant.

Sein Mentee Daryoush Ranjbar (40) hat im Iran Mechaniker gelernt, aber auch als Künstler gearbeitet. Auch er ist seit zwei Jahren in Deutschland und ist als Künstler aktiv. Zurzeit macht er ein Fotoprojekt über deutsche Häuser. Fallahi unterstützt seinen Mentee regelmäßig bei Arzt- oder Behördenterminen sowie im Alltag und dolmetscht für ihn bei Kunstprojekten. „Es freut uns sehr, dass immer mehr geflüchtete Menschen, die schon sehr gut integriert sind und gut Deutsch sprechen, Verantwortung als Mentor übernehmen“, kommentiert dies Peter Stapelberg von der Bürgerstiftung Ostfildern. „Die aktive Arbeit unterstützt den Integrationsprozess und die Mentees profitieren auch von einem Mentor, der beide Kulturen kennt“, ergänzt Doris Kirschner, die Koordinatorin des Mentoring-Programms.

Die Schwerpunkte des Programms haben sich inzwischen etwas verlagert. Ging es zu Beginn mehr um Alltagsbegleitung und Behördentermine, steht inzwischen Hilfe bei der Hausaufgabenbetreuung im Mittelpunkt. Da geht es um Deutsch und Mathematik für Schüler in der Grundschule und an weiterführenden Schulen sowie für junge Männer in Vorbereitungsklassen auf den Hauptschulabschluss. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Betreuung von Familien bei Schwangerschaft, Geburt oder der Integration der Kinder in der Kindertagesbetreuung und der Schule. Und viele Mentoren unterstützen bei Bewerbungen und Jobsuche.

Für das Programm werden immer neue Mentoren gesucht, die einzelne Geflüchtete oder auch eine Familie begleiten. Interessierte wenden sich an Doris Kirschner unter E-Mail: integration@fkasyl-ostfildern.de

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