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20.10.2017

Vielfältige Bezüge mit Spaßfaktor

Foto: Großer Andrang bei der Vernissage. Foto: Buhl

Ausstellung und Veranstaltungsreihe „mehrdimensional“ in der städtischen Galerie.

Zahlreiche Besucher kamen zur Eröffnung der neuen Ausstellung „mehrdimensional“ in der städtischen Galerie im Stadthaus im Scharnhauser Park.

„Kunst macht dann Spaß, wenn man Dinge, die man zu kennen glaubt, neu wahrzunehmen lernt“, begrüßte die Galerieleiterin Holle Nann die zahlreichen Besucher bei der Eröffnung der neuen Ausstellung in der städtischen Galerie. Und es macht großen Spaß, die Galerie völlig verändert zu erleben. Der Künstler Tobias Ruppert, der in Scharnhausen lebt, hat eine riesige schiefe Ebene eingezogen, die fast den ganzen Raum einnimmt – ein verblüffender Anblick. Raumgreifende Werke gab es schon einige, aber noch nie einen so gewaltigen Eingriff. Die Arbeit von Tobias Ruppert schadet der preisgekrönten Architektur von Jürgen Mayer H. jedoch nicht, im Gegenteil: „Sie ergänzen einander wunderbar und bilden stellenweise eine tolle Einheit“, freute sich Holle Nann.

Der Titel „mehrdimensional“ ist auch eine Einladung an die Besucher, ihn wörtlich zu nehmen und sich im Raum zu bewegen, die vielfältigen Bezüge zwischen Architektur und Installation und die Schräge zu erkunden, sie zu besteigen, hinunterzublicken, sonst Unerreichbares wie die Mauerkante der kleinen Galerie zu berühren, sich zu setzen, das Spiel von Licht und Schatten zu beobachten und den heimeligen Duft des frisch bearbeiteten Holzes zu genießen, um so spielerisch den Raum neu zu erfahren.

Ruppert hat mit dem Architekten Oliver Rapp mit der Holzkonstruktion ein Kunstwerk, einen Erlebnisraum für Besucher und eine Bühne geschaffen. Denn zum Projekt gehören auch Veranstaltungen mit Musik, Literatur oder Theater. Das Ziel von „mehrdimensional“ sei ein „Ermöglichungsraum“ für die Begegnung von Menschen, betonte die Baubürgermeisterin Monika Bader in ihrer Begrüßung.

Ruppert als Ideengeber und Initiator des Gesamtprojekts und die Geigerin Ulrike Stortz machten am Sonntag mit ihrer Performance den Anfang. Ruppert schuf ein Bild und die Musikerin ließ die Besucher durch ihr Spiel Raum und die leisesten Klänge und Geräusche empfinden.

Auch bei dieser Ausstellung gab es eine Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium: Schüler der Klassenstufe neun der Kunstprofilklasse haben die kleine Galerie in ein phantasievoll eingerichtetes Künstlercafé verwandelt. Es ist mit Sitzmöbeln ausgestattet, die Kursstufenschüler unter der Anleitung von Ruppert und dem Kunsterzieher Frédéric Mertz ideenreich aus alten Spinden gebaut haben.Bei der Eröffnung berichteten die Jugendlichen kurz über ihre Arbeit: So wollten die Stühle lange nicht an der Decke kleben. Auch mussten viele Ideen für einen gemeinsamen Raum zusammengebracht und im Team zusammengearbeitet werden.

Ein weiterer Besuch lohnt nicht nur wegen der vielfältigen Veranstaltungen. Vielleicht verändert sich die Installation – Tobias Rupperts ausgestellte Grafiken und eine Andeutung von Galerieleiterin Holle Nann sind vielversprechend.

Die Ausstellung „mehrdimensional“ ist bis 16. Januar 2018 in der städtischen Galerie im Stadthaus im Scharnhauser Park, Gerhard-Koch-Straße 1, zu sehen. Der Eintritt ist frei. Die Galerie ist dienstags und donnerstags von 15 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 12 Uhr und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Geschlossen am 31. Oktober, 24. Dezember und 6. Januar, Sonderöffnung am 26. Dezember. Die Veranstaltungsreihe läuft ab 7. November.

Weitere Informationen gibt es unter  www.ostfildern.de/galerie

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