Logo

http://www.ostfildern.de//MARIPOSA-p-18736.html

MARIPOSA oder Helga Müller - ein Portrait

10. Juli bis 13. September

Ein filmisches Portrait von Sabine Bürger sowie Kunstwerke von Herbert Döring-Spengler, Arnulf Rainer und Miron Schmückle

 

SB_13_klein

Miron Schmückle, "Flamboyant" aus der Fotoserie "Hortus conclusus", 1998

MARIPOSA – das spanische Wort für Schmetterling – ist der Name des Kunst-Parks, den das Stuttgarter Galeristenpaar Hans-Jürgen und Helga Müller unter Mitwirkung zahlreicher Künstler aus aller Welt ab 1993 auf der Kanareninsel Teneriffa erschufen: Kunst als Impuls für die kreative Erarbeitung von Lösungen und Ideen, die unser System langfristig verändern. Kultur, Kunst, Wirtschaft und Politik sollten einander befruchten und Denken und Handeln in kultureller Ganzheit ermöglichen. In diese Vision investierten Hans-Jürgen und Helga Müller ihr Vermögen. Mariposa ist ein Ort der Kontemplation, der Kunst und der Schönheit geworden, ein Ort für neue Einsichten und sinnliches Erleben, für Dialog und Auseinandersetzung. Seit rund zwanzig Jahren kann man Mariposa auf Teneriffa besuchen. Als Begegnungsstätte für Wissenschaftler, Querdenker, Menschen aus Politik und Wirtschaft, für Künstler und Schüler bietet Mariposa seinen Besuchern bis heute Zeit, Raum und Anregung, sich abseits von den alltäglichen Pflichten und Einschränkungen auszutauschen, zu diskutieren und zu forschen, um Ideen und Wege hin zu einer neuen Gesellschaft zu entwerfen, die an den jeweiligen institutionellen Wirkungsstätten umgesetzt werden können.

In der Ausstellung zeigt die Filmemacherin Sabine Bürger ihr Portrait von Helga Müller, die die Idee und den Ort MARIPOSA verkörpert. Die Filmaufnahmen sind aus langen, sehr persönlichen und reflektierten Gesprächen hervorgegangen. In der Übertragung der kunstgeschichtlichen Tradition des Portraits auf das Medium Film wird das Dokumentationsprojekt als multimediale Installation in der Galerie präsentiert und bindet dabei dokumentarische Bild- und Textelemente im Sinne der Konzeptkunst ein. Hier geht es zum Trailer: http://www.sabine-buerger.de/helga_d.html

Darüber hinaus zeigt die Ausstellung Kunstwerke namhafter Künstler, die auf Mariposa künstlerisch wirkten und eng mit dem Ehepaar Müller und der Geschichte von Mariposa verbunden sind.

Herbert Döring-Spengler war 2004 für einige Zeit auf MARIPOSA. Dort entstand für die Ausstellung auf der ART Cologne 2004 eine Fotoserie. Der Künstler arbeitet ausschließlich mit einer Polaroid-Kamera und unterzieht die Aufnahmen dann einer spezifischen Behandlung.

Als der Österreicher Arnulf Rainer 1953 begann, Kopien von Gemälden der alten Meister zu bemalen, fand das nicht nur Zustimmung unter Kunstfreunden und Kritikern. Später übermalte er Fotos von Personen und sich selbst. Die gezeigten Arbeiten entstammen dem 2003 entstandenen Zyklus MARIPOSA.

In seiner Foto-Serie „Hortus conclusus“ von 1998, die auf MARIPOSA entstanden ist, inszeniert sich der Künstler Miron Schmückle selbst mit einheimischen blühenden Pflanzen. Er thematisiert so die Beziehung zwischen Mensch und Natur.

Eine Auswahl an Anzeigen, die im Magazin „Kunstforum International“ erschienen sind, gibt darüber hinaus Einblicke in die Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt. Die gezeigten Anzeigen hat der Galerist Hans-Jürgen Müller über viele Jahre hinweg (ca. 1982 – 2008) selbst entworfen und gestaltet.

Interviews mit Schülerinnen und Schülern, die ein Jugend-Mariposion® absolviert haben und von ihren Erlebnissen während des Aufenthaltes in der Denk- und Zukunftswerkstatt berichten, sind als Hörstation aufbereitet.

Im Rahmen der Ausstellung fand außerdem in Kooperation mit der Stadtbücherei der Schreibwettbewerb "Die Weltverbesserer" statt, für den Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 19 Jahren zum Thema „Utopie“ ihrer Fantasie freien Lauf lassen konnten. Den ersten Preis, eine 3-tägige Reise nach Berlin, gewann Lukas Kiemele (17 Jahre) mit seinem Text "Von der Utopie des wahren Mensch-Seins und Träumens".

 

Öffnungszeiten: Di, Do 15 – 19 Uhr; Sa 10 – 12 Uhr; So 15 – 18 Uhr, an Feiertagen geschlossen.