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27.6.2018

Minister Manne Lucha besucht erfolgreiche Quartiersprojekte

Foto: Minister Manne Lucha mit Oberbürgermeister Christof Bolay (rechts) und zwei Mitarbeiterinnen des Offenen Ateliers. Foto: Bail

Sozialminister Manne Lucha stattete vier erfolgreichen Quartiersprojekten im Land einen Besuch ab. Erste Station war das Nachbarschaftshaus, dort wird seit 2012 Pionierarbeit geleistet.
53 Kommunen erhielten im vergangenen Jahr im Rahmen des Ideenwettbewerbs zur Landesstrategie „Quartier 2020 – Gemeinsam. Gestalten“ des baden-württembergischen Ministeriums für Soziales und Integration für herausragende Ideen einer alters- und generationengerechten Quartiersentwicklung eine Auszeichnung.

Vier Preisträger wurden für eine Stippvisite Luchas ausgewählt. Das Land fördert die Quartiersarbeit der Kommunen mit insgesamt zwölf Millionen Euro.

Die Landesstrategie zählt zu den Leuchtturmprojekten des Ministeriums. „Bürgerschaftliches Engagement und politische Verantwortung zusammenzubringen, war unser Hauptanliegen“, sagte Lucha. Ein Vorzeigeprojekt ist das Nachbarschaftshaus im Scharnhauser Park, das von der Gradmann- Stiftung gebaut worden ist. Dort findet sich eine besondere Mischung aus Bürgertreff, Beratungsstelle, Wohnung für Menschen mit Behinderung, Tagespflege, Pflegeheim und Offenem Atelier sowie die bürgergestützte Wohngemeinschaft „Lichtblick“, „auf die wir stolz sind“, sagte Oberbürgermeister Christof Bolay.

„Beiträge wie Ihre haben Strahlkraft“, lobte Minister Lucha die erfolgreiche Quartiersarbeit und das gute Miteinander in der Stadt, die sich im Rahmen einer Planungswerkstatt viele Maßnahmen überlegt, um sich in allen sechs Stadtteilen für den demografischen Wandel bis zum Jahr 2030 fit zu machen. Zwei Kernpunkte ragen dabei heraus. Die Quartiersentwicklung in der Parksiedlung, die mit „WiPs“ – „Wir in der Parksiedlung“ – seit zwei Jahren umgesetzt wird. Unter anderem wurde das Reparatur- Café im Treffpunkt Parksiedlung ins Leben gerufen. „Das ist eine Erfolgsgeschichte“, betonte Susanne Volpp, die Fachbereichsleiterin Bildung, Kultur und Familie. Zudem sollen in jedem Stadtteil ambulante Wohngemeinschaften eingerichtet werden, bürger- oder trägergestützt. Außerdem werde laut dem Oberbürgermeister in Nellingen als größtem Stadtteil der Kommune die Quartiersentwicklung angeschoben. Die Erfahrungen aus der Parksiedlung, einem sehr lebendigen und heterogenen Stadtteil, in dem sich die Menschen intensiv miteinander auseinandersetzen und in dem derzeit ein Generationenumbruch stattfindet, können dabei einfließen.

Mit dem Projekt „Gutes Älterwerden in Nellingen – Bürger gestalten ihre Zukunft“ wird die Bevölkerung erneut in die Quartiersentwicklung eingebunden. Der Prozess soll perspektivisch als „Blaupause“ für andere Stadtteile dienen. „Ein gutes Älterwerden wird es ohne zivilgesellschaftliches Engagement nicht geben“, sagte Gabriele Beck von der Leitstelle für Ältere, die das Projekt gemeinsam mit Sonja Abele vom Vorstand der Bürgerstiftung erläuterte. Nellingen ist nicht nur der größte der sechs Stadtteile, sondern auch der mit dem größten Anteil älterer Bewohner. Bis 2030 wächst die Altersgruppe der 85-Jährigen um mehr als das Doppelte. Der Zuwachs der ab 95-Jährigen liegt bei einem Vielfachen.

Der Minister bezeichnete das Engagement, wie aktiv Menschen ihr Zusammenleben gestalten wollen, als kleine Bürgerbewegung, wobei der Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit auf der Augenhöhe aller beteiligter Bürger liege. „Wir ziehen alle an einem Strang“, betonte Lucha, der versprach, dass das Sozialministerium weiterhin Gelder dafür einsetzen werde, um die entstandenen Strukturen zu verfestigen. Ostfildern hatte beim Ideenwettbewerb zur Strategie „Quartier 2020 – Gemeinsam. Gestalten“ insgesamt 80.000 Euro gewonnen, die für die Arbeit der Hauptamtlichen eingesetzt wurden. „Das hat sehr geholfen“, sagte Susanne Volpp.

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