
http://www.ostfildern.de/Kostenlose+Energieberatung.html
Die Stadtwerke in Ostfildern und Esslingen haben die Idee angestoßen, in Zusammenarbeit auch für die Bürger in Ostfildern eine Energieberatung anzubieten. Der Ausschuss für Technik und Umwelt im Gemeinderat hat diesem Vorhaben jetzt zugestimmt. Voraussichtlich zwei Mal pro Monat werden von September dieses Jahres an Mitarbeiter der Stadtwerke Esslingen und der Energieagentur im Landkreis die Bürger in den Stadtteilen vor Ort beraten.
In einem Erstgespräch, das kostenlos ist, geht es vor allem darum, Sanierungsmöglichkeiten für ein in der Regel schon älteres Haus oder eine ältere Wohnung aufzuzeigen. In nachfolgenden Beratungsgesprächen, die dann kostenpflichtig sind, kann ein ausgeklügelter Sanierungsplan ausgearbeitet werden, bis hin zur Vermittlung von fachkundigen Handwerkern vor Ort.
"Das ist ein konkreter Beitrag zum aktiven Klimaschutz vor Ort", sagte Wolfram Schetter, der kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Esslingen (SWE). Mit dem Angebot auch in Ostfildern solle keinesfalls der Energieagentur im Landkreis Konkurrenz gemacht werden. Vielmehr sollen mit dem Angebot mehr Menschen erreicht werden als mit der kreiseigenen Agentur in Nürtingen.
Die Erstberatung ist für den Bürger kostenlos, die jährlich anfallenden Kosten in Höhe von etwa 8.500 Euro teilen sich die beiden Stadtwerke. Mit dem Angebot soll eine Lücke in der Stadt geschlossen werden, den bisher gibt es für die Bürger noch keine Beratung in Sachen Energiesparen und Klimaschutz. "Der Bürger muss ja wissen, was er dafür tun kann", sagte Baubürgermeister Michael Assenmacher im Vorfeld der Beschlussfassung.
Die Erstberatung dauere bis zu einer dreiviertel Stunde und habe das Ziel, den Bürger in seiner individuellen Situation abzuholen und dann die richtigen Schritte einzuleiten, erläuterte Dominik Völker. Der Prokurist bei den SWE ist auch mit der Energieberatung in Esslingen und in den Gemeinden Altbach und Denkendorf betraut.
Bei der Beratung sei wichtig "die nötige Qualität und Neutralität" zu bieten, so Völker - deswegen werde mit zertifizierten Energieberatern zusammengearbeitet.
Die Anregungen aus den Reihen der Freien Wähler, auch für die Erstberatung gegen Geld anzubieten, standen die Ideengeber skeptisch gegenüber: "Wir halten an der kostenlosen Beratung fest - wenn wir das Thema nicht anpacken, wer sollte es dann tun?", so Schetter.
Die Grünen in den Reihen der Ausschussmitglieder begrüßten die Energieberatung. In die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude sei viel Geld gesteckt worden, dabei könnten die privaten Haushalte einen Großteil zum Klimaschutz beitragen, so Sonja Abele. Und Astrid Happel sieht für viele Beteiligte ein Gewinn, wenn am Ende einer Beratung auch noch die heimische Wirtschaft profitieren könne. Am Ende der Diskussion stand ein einstimmiger Beschluss für die Einführung einer Energieberatung in der Stadt.