
http://www.ostfildern.de/Kompetenzwerkstatt+schafft+Selbstvertrauen.html
Etwa 230 Siebtklässler aus vier Fildergemeinden beschäftigten sich mit ihren Stärken und erwarben damit eine „Fahrkarte für den Beruf“, wie Markus Knorpp von der Agentur für Arbeit formulierte. In der Abschlussveranstaltung in der Waldheimhalle in Ruit präsentierten die Jugendlichen kürzlich, was sie bei der Kompetenzwerkstatt gelernt und auf die Beine gestellt haben. Die Kompetenzwerkstatt ist ein Modell des Zukunftszentrums Tirol und wurde vom Kreisjugendring Esslingen weiterentwickelt.
In ihr beschäftigen sich Siebtklässler in Kleingruppen mit ihren Interessen und Stärken und probieren sich anschließend in eigenen Projekten aus. Das fördert offenbar das Selbstvertrauen, jedenfalls machten die Jugendlichen am Abschlussabend allesamt einen guten und sicheren Eindruck - ganz gleich ob sie moderierten, spielerisch darstellten, präsentierten oder ein Interview führten. Sie sei offener geworden und traue sich mehr, sagte Asude, die mit ihrem Mitschüler Eyüphan den Abend in der Waldheimhalle moderierte. Und auch der meinte trotz des Lampenfiebers: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so etwas kann.“ Mit ihren Präsentationen stellten die Jungen und Mädchen vor, was sie in den vergangenen Monaten erarbeitet haben. Die Gruppe von der Lindenschule illustrierte in einer pantomimischen Darstellung Werte und Ziele, die Schule im Park stellte anhand von Fotos ihre Einzelprojekte - Backen mit Kindergartenkindern oder die Organisation eines Fußball- und eines Playstationturniers - dar.
Die Siebtklässler vom Filderstädter Bildungszentrum Seefälle ließen in einem Ratespiel das Publikum Werte und Lebensziele erraten, die Gruppe der Erich-Kästner-Schule stellte per Powerpoint ihre vielen Einzelprojekte vor: Da wurden Technikkisten und Feuerstäbe hergestellt und den Mitschülern erklärt, ein Tanzkurs für die Jüngeren angeboten, Hunde ausgeführt, ein Trickfilm gedreht und Sportarten wie Radball und Handball vorgestellt. Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Schiller-Schule in Neuhausen haben eine Disco gestaltet und boten auch am Abschlussabend Cocktails an. Und mit ihrem Sockentheater vor schwarzem Leintuch zeigte eine weitere Gruppe dieser Schule, dass man mit einer witzigen Idee ohne großen technischen Aufwand Eindruck machen kann. Da blieb Oberbürgermeister Christof Bolay im Interview mit Arpaslan eigentlich nur noch übrig, einmal mehr festzustellen, dass er immer wieder gute und eindrucksvolle Begegnungen mit Jugendlichen habe. Vor allem können die jetzige junge Generation viel besser präsentieren als alle anderen zuvor. Die Kompetenzwerkstatt sei „eigentlich der Anfang - der Anfang davon, dass ihr euch weiter Gedanken macht“, sagte Markus Knorpp, der den Schülern die Zertifikate überreichte. Wer gut vorbereitet sei, brauche keine Angst vor dem Übergang von der Schule ins Berufsleben zu haben: „Und gut vorbereitet, das seid ihr jetzt.“ Auch Stefanie Sekler-Dengler, die Vorsitzende der Gesellschaft für Kinder- und Jugendförderung, freute sich, dass so ein Projekt in Ostfildern stattfindet und gratulierte den Jugendlichen zum Gelernten und zum runden Abend. Neben der Präsentation war eine Plakatausstellung zu sehen, per Publikumsbefragung wurden die Gäste dazu angehalten, sich mit ihren eigenen Interessen und Stärken zu beschäftigen, und ein vielfältiges Büfett wartete zudem.