
http://www.ostfildern.de/K_Stockhausen-p-2839.html

Im Körschtal zwischen Kemnat und Scharnhausen liegt die Stockhauser Mühle auf einer Meereshöhe von 315 Metern. Wer auf dem "Königsträßle" spazieren geht, kommt direkt daran vorbei.
Das stattliche Mühlengebäude wurde in seiner Geschichte mehrfach umgebaut. Sein heutiges Aussehen stammt aus der Nachkriegszeit. Ein Schlussstein mit der Jahreszahl 1555, der am Torbogen zum unteren Mühlenraum zu finden ist, erinnert an eine frühere Erneuerung der Mühle. Seit 1970 ruht der Mühlenbetrieb. Das stählerne Mühlrad ist unter Wellblech versteckt. Um die ehemalige Mühle gruppieren sich etliche Stallgebäude und Scheunen. Als Reitstall ist die Stockhauser Mühle heute eine beliebtes Freizeitzentrum.
Der Flecken Stockhausen
Das tatsächliche Alter der Stockhauser Mühle ist nicht bekannt. Stockhausen soll aber einst ein "stattlicher Flecken" gewesen sein. Im 17. Jh. standen jedoch nur noch eine alte Kapelle sowie eine Mühle mit zwei Häusern am Ort der alten Siedlung.
Um 1400 befand sie sich die Mühle im Besitz der adeligen Herren von Neidlingen und denen von Plieningen. 1405 verkauften die Herren von Neidlingen ihren Anteil an das Kirchheimer Nonnenkloster. Um 1500 ging der Plieninger Anteil an die Herrschaft Württemberg. Nach der Aufhebung des Nonnenklosters Kirchheim im Jahr 1580 fiel auch der zweite Teil der Mühle an Württemberg. Zur Mühle gehörten damals rund 27 Hektar Äcker, Wiesen, Wald, Weinberge und Weideflächen.
Der erste namentlich bekannte Müller war 1545 Hans Maier, der auch das Fischereirecht besaß. Nach dem Müllergeschlecht Maier erscheinen als Mühlenbesitzer die Namen Fröschlin, Wart, Weinmann, Bluthardt und zuletzt Bauer.