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25.10.2017

Inklusive Feierstunde

Foto: Karin Eberhard dankt Erich Knoll. Foto: Schnittenfittich

Was als Runder Tisch begann, hat sich zum Forum Gesellschaft Inklusiv entwickelt. Sein zehnjähriges Bestehen wurde kürzlich mit einem Fest im Stadthaus im Scharnhauser Park gefeiert.

Unter dem Motto „Nicht motzen, sondern kommen und mitmachen“ startete vor zehn Jahren eine Bürgerinitiative, bei der es darum ging, Menschen mit Behinderung gut in die Gemeinschaft der Stadt Ostfildern zu integrieren. Damals war das Thema Inklusion noch fast exotisch und es bedurfte viel persönliches Engagement, den Gedanken des Miteinanders und der Barrierefreiheit in den Köpfen von Bürgern und Bürokraten zu verankern. Doch welchen Stellenwert die Inklusion heutzutage hat, lässt sich inzwischen an vielen Beispielen demonstrieren. Behindertengerechte öffentliche Toiletten, Auffahrrampen für Rollstuhlbenutzer oder blindengerechte Ampelanlagen sind nur einige typische Beispiele.

So kamen ganz selbstverständlich zur Feier des zehnjährigen Bestehens des Forums Gesellschaft Inklusiv im Stadthaus auch Menschen mit Handicap zum Feiern und Gedankenaustausch. Oberbürgermeister Christof Bolay erinnerte in seiner Ansprache an die Ursprünge des Forums und verwies mit Stolz auf die Erfolge der Stadt Ostfildern in Sachen Inklusion. Der Abteilungsleiter Erich Knoll, der den Abend moderierte, sagte, dass man zum einen eine klare Vorstellung von der Inklusionsidee haben muss, damit man wisse, wohin man wolle. Zum anderen aber brauche es Menschen, mit denen diese Idee umgesetzt werden könne. Namentlich stellte Knoll einige der engagierten Mitbürger vor, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz den Erfolg des Forums ermöglichen: Hanna Heimsch, auf deren Initiative hin einst der „Runde Tisch für Menschen mit Behinderungen“ gegründet wurde, Karin Eberhard, die sich besonders um die Belange schlecht sehender Menschen kümmert, und Susanne Strohbücker, die vor allem für die Bedürfnisse von Schwerhörigen stets ein offenes Ohr hat.

Beim Fest im Stadthaus gab es ein Programm, das eindrucksvoll zeigte, wie kreativ und fröhlich gelebte Inklusion sein kann. Zur Begrüßung trommelten zwei Schüler der Lindenschule. Axel Clesle und Andrea Lautenschlager und Beschäftigte der Werkstätten Esslingen/Kirchheim präsentierten ein inklusives Theaterprojekt, unterstützt von dem Bassisten Wolfgang Schmid, der zeigte, dass er nicht nur in Klaus Doldingers Formation Passport stets den richtigen Ton trifft. Schüler der Förderschule Lindenschule in der Parksiedlung servierten Fingerfood, begleitet am Klavier von Dennis Enke. Jutta Schüle, unlängst als Stuttgarterin des Jahres ausgezeichnet, demonstrierte ihr Projekt „Zeit zum Tanzen“, das für Menschen mit psychischen und körperlichen Erkrankungen offen ist.

Das Fest zeigte Beteiligten und Gästen, wie wichtig Inklusion ist und welche Erfolge möglich sind. Es wurde aber auch deutlich, dass es ein mitunter mühsamer Weg ist, der ohne bürgerschaftlich engagierte Menschen kaum zu bewältigen ist. Wer dazu beitragen möchte, ist eingeladen, am Forum mitzuwirken. Informationen gibt es bei Erich Knoll, Telefon 0711 3404-235, E-Mail:  e.knoll@ostfildern.de

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