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9.5.2018

Ein Steg aus Holz spannt sich über die Körsch

Foto: Der frühere Übergang zum CVJM Plätzle über die Körsch. Foto: Wangner

Die Mitglieder im Ausschuss für Technik und Umwelt haben den Neubau eines Fußgängerstegs über die Körsch in Nellingen auf den Weg gebracht. Der Holzsteg über die Körsch beim Gartenhausgebiet Wettenhart am Grillplatz des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) musste im Mai vergangenen Jahres gesperrt werden.

Die Holzkonstruktion war morsch, die Verkehrssicherheit konnte nicht mehr gewährleistet werden.Im August wurde der Steg abgerissen. Im Zuge der Beratungen zum Haushaltsplan stellten mehrere Fraktionen den Antrag, für dieses Jahr einen Neubau des Stegs vorzusehen. „Auf Grundlage Ihrer Anträge legen wir Ihnen heute eine Vorlage zur Beschlussfassung eines Neubaus des Fußgängerstegs vor“, sagte die Bürgermeisterin Monika Bader. Die Verwaltung informierte darin die Ausschussmitglieder über den Sachstand. Für das Projekt waren außerplanmäßige Ausgaben in Höhe von 75.000 Euro bewilligt worden, zudem war damit die Vorgabe verbunden, dass das Gremium über eine Ausführung in Holz- oder Aluminiumbauweise entscheiden möchte.

Die Verwaltung musste zunächst mit dem Landratsamt Esslingen klären, ob ein Ersatzneubau grundsätzlich alternativ auch in einer Ausführung mit Aluminium oder Stahl möglich wäre. Das Landratsamt stimmte einem Ersatzneubau in allen Ausführungen zu, machte allerdings Auflagen: Der Abflussquerschnitt der Körsch darf sich nicht verschlechtern, dazu darf die Unterkante des neuen Stegs nicht tiefer sein als die des bisherigen. Die Breite und Länge des Stegs darf sich gegenüber dem alten Steg nicht wesentlich ändern. Das Landratsamt favorisiert einen Einfeldträger ohne Zwischenstützen im Bach, damit die beiden im Bachbett vorhandenen Stützenfundamente abgebrochen werden können. Bei einem Aluminiumsteg dürfen nur gedeckte Farbtöne in grün oder braun zur Ausführung kommen. Nach Abschluss des Baus sind heimische Gehölze als Ersatzpflanzung vorzusehen. Für den Bau ist die Brut- und Vegetationszeit einzuhalten. Nach Einschätzung der Verwaltung kann daher frühestens Ende September dieses Jahres mit dem Neubau begonnen werden.

Die alte wasserrechtliche Genehmigung aus dem Jahr 1962 war befristet und ist inzwischen abgelaufen. Für einen neuen Steg muss die Verwaltung einen Antrag für die wasserrechtliche Erlaubnis stellen.

Nach Klärung der Formalien hat die Verwaltung verschiedene Angebote für den Steg eingeholt. Eine Ausführung in Aluminiumbauweise würde demnach mit Kosten zwischen 75.000 und 85.000 Euro zu Buche schlagen, eine Holzausführung mit Kosten in Höhe zwischen 40.000 und 55.000 Euro. Die Verwaltung hatte dem Ausschuss eine Ausführung in Aluminiumbauweise empfohlen, weil trotz der höheren Kosten die Vorteile einer längeren Nutzungsdauer, einer höheren Wertbeständigkeit und wesentlich geringerer Unterhaltskosten überwiegen würden.

Aus den Reihen des Ausschusses wurden jedoch Stimmen laut, einer Holzkonstruktion des Stegs den Vorzug zu geben. „Von der Verwaltung wird ein Mercedes vorgeschlagen für eine Brücke, die wenig genutzt wird“, sagte Konrad Rückle (CDU). Bei einer richtigen Bauausführung, wenn das Holz in Abstand zu den feuchten Betonträgern gehalten werde, könne eine Holzkonstruktion gut und gerne 30 bis 40 Jahre halten. „Auch wir halten für ein primitives Brückle die Projektkosten von bis zu 85.000 Euro für zu hoch“, sagte Joachim Dinkelacker (Freie Wähler). Frank Distel (SPD) sah bei einer Holzausführung die Einfügung in die Landschaft „als besser gegeben“. Jürgen Kleih (Grüne) regte an, bei der Ausführung eventuell Auszubildende vom Forum Holzbau im Scharnhauser Park mit einzubinden und Anregungen einzuholen. Der Ausschuss beschloss einstimmig, die Verwaltung mit dem Bau eines neuen Stegs in Holzbauweise zu beauftragen.

 

Link öffnet neues FensterIllustration: Standort Körschsteg

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