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30.5.2018

Hilfeleistungen im täglichen Leben

Foto: Das Tat- und Rat-Team vor dem Nachbarschaftshaus. Foto: Eberle

Die Mitarbeiter des Tat-und-Rat-Teams waren im Jahr 2017 insgesamt 173 Stunden lang im Einsatz. Sie halfen bei kleinen Reparaturen im Haushalt ebenso wie beim Ausfüllen von Formularen.

Auch wenn nicht nur Ältere diesen Service nutzen, so wird er doch über die Beratungsstelle und Leitstelle für Ältere vermittelt. Entstanden ist Tat und Rat im Jahr 2005 mit dem Ziel, ältere Menschen im Alltag zu unterstützen.

Derzeit engagieren sich fünf Männer im Team. Vier von ihnen – Martin Walter, Peter Ohle, Klaus Stumm und Werner Büchele – sind handwerklich geschickt. Der fünfte im Team ist Hans Kriessl, er unterstützt alle, die Hilfe beim Sortieren ihrer Unterlagen oder beim Schriftverkehr mit der Krankenkasse oder Behörden benötigen und nimmt sich auch immer Zeit für ein Gespräch. „Es macht große Freude, jemandem zu helfen. Und wenn ich wieder gehe und derjenige lacht, gehe ich erfüllt.“

„Die Tat steht bei uns im Vordergrund, Rat gibt es schon auch, aber eigentlich sind wir Täter“, sagt Werner Büchele. „Wir reparieren einen aus dem Leim gegangenen Holzstuhl, montieren Regale oder stellen Scharniere an Schranktüren ein, beseitigen Stolperstellen, wechseln einen Strahlrichter am Wasserhahn aus oder auch nur eine Glühbirne“, erzählt Klaus Stumm. Der Spezialist für elektronische Geräte ist Martin Walter. „Wir helfen, dass Ältere mit moderner Technik zurechtkommen und so länger in den eigenen vier Wänden bleiben können“, sagt er.

Ein Anruf genügt und die Mitarbeiter des Teams kommen ins Haus. Einige haben Stammkunden. „Das freut uns natürlich und zeigt, dass sich ein Vertrauensverhältnis gebildet hat“, sagt Peter Ohle. Für das Angebot von Tat und Rat werden lediglich Materialkosten und ein Kostenbeitrag von bis zu zehn Euro verlangt. Regelmäßige Arbeiten wie Rasenmähen, Heckenschneiden oder größere Reparaturen werden nicht übernommen, das Angebot soll keine Konkurrenz zu den Handwerksbetrieben sein.

Sylvia Weber, Mitarbeiterin im Bereich Beratung und Wohnen für Ältere, begleitet das Tat-und-Rat-Team und sie bekommt durchweg positive Rückmeldungen. Zwei der Herren sind schon seit 2006 dabei und das noch immer voll Begeisterung. Immer bleibe bei den Besuchen auch Zeit für ein Gespräch, „das ist eine besondere Qualität“, sagt Weber. Es sei ein bewährtes Angebot, sinnvoll, hilfreich und Teil des Unterstützungsnetzwerks für Ältere. Im vergangenen Jahr war das Team 114 Mal im Einsatz. „Es gibt noch Kapazitäten und auch jüngere Menschen können diese Hilfeleistungen in Anspruch nehmen“, sagt Weber.

Kontakt über die Beratungsstelle und Leitstelle für Ältere, Sabine Czepan, montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr, per E-Mail an beratungsstelle@ostfildern.de oder Telefon 0711 442072

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