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20.10.2017

Gemeinsam in eine blühende Zukunft

Foto: Die Gewinner des Blumenschmuckwettbewerbs. Foto: Glemser

Die Stadt und die Obst- und Gartenbauvereine (OGV) Nellingen und Ruit haben zum ersten Mal einen gemeinsamen Abschluss des Blumenschmuckwettbewerbs veranstaltet.

„Traditionen sind dazu da, sie zu bewahren. Aber Traditionen kann man auch weiter entwickeln“, sagte Tanja Eicher vom Fachbereich 2 (Bildung, Kultur und Familie) zum Auftakt der Abschlussveranstaltung des Blumenschmuckwettbewerbs der OGV Nellingen und Ruit am vergangenen Samstag. Zum ersten Mal hatten die Stadt und die beiden Vereine den Abschluss gemeinsam organisiert und das Rahmenprogramm des Abends gestaltet. Neben einem neuen und attraktiveren Format sollte auch mit einem neuen Namen ein frischerer Wind die Veranstaltung tragen. Daher wurde ein Wettbewerb ausgelobt, bei dem schließlich der Name Blumino – als Abkürzung für Blumen in Ostfildern – den Sieg davon getragen hatte.

Die gemeinsamen Beratungen der Stadt und der OGV über die Zukunft des Wettbewerbs und die Gestaltung des Abschlusses haben einen ernsten Hintergrund, erläuterte Karin Böhmerle, die Vorsitzende des OGV Ruit. „Alle OGV haben ein großes Problem mit der Überalterung. Die Mitglieder sind fast alle weit über 65 Jahre alt, es gibt immer weniger Aktive, bei der Jugend sieht es ganz schlecht aus und zu den Veranstaltungen kommen immer weniger Leute. Der allgemeine Trend zum Gärtnern kommt bei den Vereinen nicht an. Und so standen wir im letzten Jahr kurz vor der Auflösung“, berichtete Böhmerle. „Das Thema „Wir sind Ostfildern“ war schließlich der Impuls, dass wir uns zusammengesetzt haben“, sagte Böhmerle.

Uwe Schmidt, der Vorsitzende des OGV Nellingen, bestätigte Karin Böhmerle. „Unser Verein überaltert und wir haben so gut wie keinen Nachwuchs mehr. Die Menschen scheuen sich, sich zu verpflichten und Verantwortung zu übernehmen“, sagte er. Zudem seien in den vergangenen Jahren kaum mehr Besucher zu den Abschlussveranstaltungen gekommen. „Also haben wir darüber nachgedacht, wie man das gemeinsam interessanter machen könnte“, sagte Schmidt.

Der Zuspruch lohnte die Mühen. Rund 150 Gäste erlebten in der Waldheimhalle in Ruit einen unterhaltsamen und von Tanja Eicher mit leichter Hand moderierten Abend mit Musik, dem Ein-Frau-Theaterstück „Flora Primelwurz“ des Artisjok-Theaters und einer Talkrunde mit der Baubürgermeisterin Monika Bader und Christel Schäfer, der Vorsitzenden des Kreisverbands der OGV.

Christel Schäfer wies dabei darauf hin, dass das Problem der Überalterung die Mehrzahl der OGV im Kreis betreffe. Daher sei es wichtig, die Jugendarbeit massiv zu fördern. „Es ist von großer Bedeutung, schon im Kindergarten und in der Grundschule das Interesse an Pflanzen und Tieren zu wecken und zu fördern“, sagte sie. Dabei komme auch den OGV eine wichtige Rolle zu. Monika Bader unterstützte das und betonte, dass bei aller Anstrengung, neuen Wohnraum in den Ortskernen zu schaffen, genügend Grünflächen erhalten bleiben müssten – auch unter dem Aspekt, Kinder und Jugendliche für die Pflanzenwelt zu interessieren. „Und es gilt, die regionale Produktion stärker im Blick zu haben und darauf zu achten, dass die Äpfel eben nicht aus Neuseeland, sondern aus dem Filderraum kommen“, sagte Monika Bader.

Mit den gemeinsamen Bemühungen der Stadt und der OGV Nellingen und Ruit, mit der Veranstaltung Blumino die Zukunft des Blumenschmuckwettbewerbs zu gestalten, sei auch der richtige Weg eingeschlagen, die Zukunft der Vereine zu gewährleisten. „Es wäre mein Wunsch, dass die Vereine der Stadtteile enger zusammenrücken und sich für die Wahrung ihrer Zukunftsinteressen auch zusammenschließen – durchaus bei gleichzeitigem Erhalt ihrer örtlichen Verankerung“, sagte Bader.

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