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26.4.2018

Gemeinderat sichert das Projekt „Eltern im Netzwerk Sprache plus Bildung“ für drei Jahre

Der Gemeinderat hat den Fortbestand des Projekts „Eltern im Netzwerk Sprache plus Bildung“ (eins plus b) gesichert. Das Projekt wird in den nächsten drei Jahren auf alle Stadtteile ausgeweitet.
„Der Grundstein für eine gute Integration wird in den Elternhäusern gelegt, und dort setzt auch das Projekt eins plus b an“, sagte Oberbürgermeister Christof Bolay bei der Einführung des Tagesordnungspunkts in der vergangenen Gemeinderatssitzung. Es galt, dem Projekt eine Zukunft zu sichern, nachdem es zum Ende dieses Jahres ausgelaufen wäre.

Das Projekt war von der Verwaltung gemeinsam mit der Bürgerstiftung und der Kinder- und Jugendförderung zunächst in der Parksiedlung ins Leben gerufen worden, um Eltern mit Migrationshintergrund dabei zu unterstützen, Erziehungs- und Bildungspartner für Einrichtungen und Akteure vor Ort zu werden. Dazu bekommen Eltern mit Migrationshintergrund so genannte Elternbegleiter an die Hand. Das Projekt ermöglicht es den Eltern, das deutsche Bildungssystem kennenzulernen, sich in Kindergärten und Schulen einzubringen und somit letztlich die Bildungschancen ihrer Kinder zu verbessern. Ein wichtiger Baustein dabei ist es auch, den Eltern die Bedeutung der Sprache als Schlüssel zur Bildung zu vermitteln.

Dabei erfahren die Elternbegleiterinnen zum Beispiel aus Kolumbien, der Türkei, Syrien, Moldawien, China, Iran, Jordanien, Ungarn und Polen selbst eine wichtige Qualifikation. Sie werden über die Elternstiftung, die Volkshochschule und durch gegenseitiges Coaching in den Themenfeldern Entwicklungspsychologie, Sprachentwicklung, die Systeme Kindergarten und Schule in Deutschland, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung und interkulturelle Sensibilität geschult. Das Projekt unterstützt aktuell Eltern in vier Stadtteilen an verschiedenen Standorten.

Nach dem mehrheitlichen Beschluss des Gemeinderats wird das Projekt für die nächsten drei Jahre fortgeführt. Ziel dabei ist es, eins plus b in allen Stadtteilen zu etablieren. Für die Koordination wird eine befristete Personalstelle mit einem Umfang von 80 Prozent geschaffen. Der Gemeinderat erhält jährlich einen Bericht über das Projekt und entscheidet 2021 über dessen weitere Zukunft.

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