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11.7.2018

Gedenktafel für die einstige Pferdezucht in Scharnhausen enthüllt

Foto: Die Landoberstallmeisterin Astrid von Velsen-Zerweck stellt die Gedenktafel vor. Foto: Bender

Auf dem Gelände des ehemaligen königlichen Privatgestüts in Scharnhausen ist eine Gedenktafel für die berühmte Araberzucht enthüllt worden.
Der Vollblutaraber Saradan gehört seit kurzem zum Hippotherapiezentrum (HPZ) beim Schlösschen im Körschtal.

Im Juli 2017 war bei den Feierlichkeiten zum 200-jährigen Bestehen der Vollblutaraberzucht in den Gestüten Scharnhausen, Weil und Marbach angestoßen worden, ein Araberpferd aus dem Haupt- und Landgestüt Marbach zu erwerben, um es am Ort seiner Vorfahren als Therapiepferd einzusetzen. Damals fasste der Förderverein Marbach auch eine Gedenktafel ins Auge, die in Scharnhausen an die Anfänge der Araberzucht erinnern soll.

Nun war es soweit: Manfred Raichle, der Vorsitzende des Fördervereins, und die Landoberstallmeisterin Astrid von Velsen-Zerweck enthüllten die Bronzetafel bei der Hofer Mühle, die vielen als „Riegers Ranch“ bekannt ist. Der Bildhauer Wolfgang Schaller hat den Hengst Bairactar im Halbrelief dargestellt. Der Vollblutaraber war im Jahr 1817 in Scharnhausen angekommen. Er gilt unter manchen Pferdekennern als das berühmteste Pferd der Welt. Zumindest hatte der edle Schimmelhengst wesentlichen Einfluss auf die europäische Araberzucht und auf die weltweite Pferdezucht insgesamt.

Manfred Raichle betonte die Verpflichtung des Fördervereins Marbach, sich nicht nur für das historische Erbe und das Kulturgut Pferd, sondern auch für die gegenwärtigen Einrichtungen rund um das Pferd einzusetzen. Deshalb habe der Verein nicht nur die Gedenktafel, sondern auch den Erwerb des Therapiepferds Saradan aus der Marbacher Araberzucht unterstützt.

Astrid von Velsen-Zerweck erinnerte als Leiterin des Haupt- und Landgestüts Marbach an die Bedeutung des königlichen Privatgestüts Scharnhausen, Weil und Kleinhohenheim. Eine aktuelle Marbacher Zuchtlinie geht lückenlos auf die Original-Vollblutaraberstute Murana I aus dem Gestüt Scharnhausen zurück. Das Pferd kam schon ins Körschtal, als der württembergische König Wilhelm I. noch Kronprinz war.

Oberbürgermeister Christof Bolay dankte dem Förderverein dafür, dass mit der Gedenktafel am frequentierten Spazier- und Radweg nun an die ehemalige Zuchtstätte von Vollblutaraberpferden erinnert wird. Er freute sich, dass sich mit dem Hippotherapiezentrum der Kreis um die Bedeutung des Pferdes in Vergangenheit und Gegenwart an diesem Ort schließt.

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