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8.11.2018

Gemeinderat beschließt Änderung der Friedhofssatzung

Foto: Zwei Gieskannen stehen auf dem Friedhof. Foto: Wangner

Der Gemeinderat hat eine Änderung der Friedhofssatzung beschlossen, wonach die Verstorbenen nicht mehr so tief bestattet werden dürfen wie bisher. Grund ist der lehmhaltige Boden. Nach dem Bestattungsgesetz des Landes Baden-Württemberg beträgt die gesetzliche Mindestruhezeit für Gräber 15 Jahre, bei Kindergräbern gestaffelt ab mindestens sechs Jahren.

Zudem muss das Erdreich auf den Friedhöfen für die Verwesung geeignet sein, heißt es in dem Gesetz. Auf den Friedhöfen in Ostfildern hat es in der Vergangenheit Hinweise darauf gegeben, dass die Bodenbedingungen unterschiedlich und insgesamt eher unvorteilhaft für den Verwesungsprozess sind. Die Verwaltung hat deshalb eine bodenkundlich-hygienische Untersuchung in Auftrag gegeben.

Nach dem Ergebnis der Untersuchung haben sich die Bedenken bezüglich der schlechten Bodenbedingungen bestätigt. In dem lehmhaltigen Boden komme es zu Vernässungen, deswegen könne ein Sarg selbst Feuchtigkeit aufnehmen. Dadurch werde schließlich die Sauerstoffzufuhr und letztlich die Verwesung verhindert, heißt es in dem Gutachten. Zudem könnten Sargausstattungen, Folien sowie Pietätswäsche aus Kunstfaser, die nicht zersetzt würden, die Sauerstoffzufuhr und den Wasserabfluss verhindern.

„Wir werden wesentliche Punkte aus dem Gutachten aufgreifen und künftig von der doppeltiefen Bestattung abkehren“, sagte Stephanie Wunderle, die Leiterin des Fachbereichs 1 (Bürgerservice). Zudem werde eine entsprechend verwesungsfreundliche Gestaltung der Särge mit in die Satzung eingearbeitet. Der Gemeinderat stimmte der Änderung der Friedhofssatzung mit einer Enthaltung zu.

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