Fünf Jahre Agentur für Freiwillige in der Stadt
Fünf Jahre – der Geburtstag der Freiwilligenagentur Fenster ist weder groß noch rund. Trotzdem gab es Grund zu Feiern: In den vergangenen Jahren ist ein markanter Grund-stein für die Arbeit von Freiwilligen gelegt worden.
"Wir sind froh, dass wir Sie haben", sagte Oberbürgermeister Christof Bolay zu den freiwilligen Mitarbeitern, die zur Feierstunde von Fenster, der Freiwilligenagentur der Stadt, gekommen waren. In den wirtschaftlich schlechten Zeiten könne eine Stadt viele Dinge nicht mehr aufrecht erhalten, die es Wert wären, angeboten zu werden. Da freue er sich, dass den freiwillig engagierten Mitarbeitern immer wieder Dinge einfielen, die eine echte Bereicherung seien. Den Mitarbeitern in der Agentur wünschte der Oberbürgermeister "immer wieder neue Motivation und viel Kraft für das weitere Engagement".
Susanne Aschenbrandt, die Leiterin des Fachbereichs für Bildung, Kultur, Sport und Soziale Lebenswelten, blickte weit in die Zukunft der Freiwilligenagentur: "Blick durchs Fenster 2015 - eine Zukunftswerkstatt" - so war der Gutschein für die ehrenamtlich Engagierten überschrieben worden. Einen halben Tag lang können sie sich mit den Zukunftsperspektiven und den Gestaltungsmöglichkeiten im bürgerschaftlichen Engagement auseinander setzen.
Birgit Romanowicz, unter deren Federführung die Freiwilligenagentur in Zusammenarbeit mit "frisch gebackenen Bürgermentoren" entstanden ist, ließ den Aufbau der Freiwilligenagentur in einer Broschüre Revue passieren. Darin ist auch die Bandbreite, in der sich Freiwillige engagieren, abgebildet - von der Leihoma, die sich in einer Familie mit interkulturellem Hintergrund und Drillingen einbringt, von dem Mann im Ruhestand, der mit einem spastisch gelähmten Mann das Hobby teilt: zusammen fahren sie zu Fußballspielen.
Die Mitarbeiter der Freiwilligenagentur packen aber nicht nur dort an, wo es nötig ist. Zusammen erörtern sie auch die theoretischen Grundlagen bürgerschaftlichen Engagements. In einer Diskussionsrunde "ging es darum, zu erörtern, was das Engagement nachhaltig macht", erläuterte Birgit Romanowicz. Die Leiterin der Koordinierungsstelle Bürgerschaftliches Engagement macht dafür - nach Eckhardt Hirschhausen - drei Faktoren verantwortlich: die Gemeinschaft, der Genuss und der Sinn. "In der Freiwilligenagentur können wir diese Grundbedürfnisse abdecken", sagte Birgit Romanowicz, "mit einem gelebten Zusammenhalt und einem sinnstiftenden Tun". Und in diesem Sinne möchte die Freiwilligenagentur weiterhin Lobbyarbeit für bürgerschaftliches Engagement betreiben.

Flammende Sterne