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17.11.2011

Erweiterung des Friedhofs Weiler Park im Zeitplan

Der Friedhof Weiler Park in der Parksiedlung wird künftig ausreichend Raum für alternative Grabformen bieten. Die Arbeiten zur Erweiterung des Friedhofs liegen im Zeitplan und sollen Ende des Monats abgeschlossen sein. Die mittlere Terrasse des Friedhofs Weiler Park am westlichen Rand der Parksiedlung bietet derzeit noch eine typische Baustellenansicht.

Ein kleiner Bagger bewegt Erde, ein Radlader kippt Schotter ab, Maschinen rattern, Arbeiter bereiten den Untergrund der Wege für die Asphaltierung vor und pflastern kleine Plätze. Doch schon bald wird Ruhe einkehren. „Wir liegen sehr gut im Zeitplan und gehen davon aus, dass wir Ende November mit den meisten Arbeiten fertig sind“, sagt Dieter Krautter, der beim Freiflächenmanagement der Stadt Ostfildern für die Friedhöfe zuständig ist. Gemeinsam mit seiner Kollegin Claudia Zahn betreut er im Weiler Park eine Baustelle, mit der in Ostfildern die Tür zu einer neuen Friedhofskultur geöffnet wird.

„Der Trend geht ganz klar weg von der klassischen Erdbestattung, und die Nachfrage nach alternativen Bestattungsformen und auch nach anderer Grabgestaltung steigt ständig“, fassen Krautter und Zahn die Beobachtungen aus den vergangenen Jahren zusammen. So sei ein steter Anstieg der Wünsche nach einer Urnenbestattung zu verzeichnen, und auch die Ansprüche an die Form des Grabes änderten sich. „Für viele Menschen muss es nicht mehr unbedingt eine große repräsentative Grabstelle sein, denn die ist immer mit zeitintensiver Pflege verbunden. Die jüngere Generation trauert anders, und die Friedhofskultur ändert sich“, erzählen Krautter und Zahn.

Mit der Erweiterung des Friedhofs Weiler Park bietet sich nun die Gelegenheit, diese Veränderung des Bedarfs aufzugreifen. Bei den Arbeiten wird im derzeitigen ersten Bauabschnitt ein etwa 400 Quadratmeter großes Rasenurnenfeld angelegt, in dem der Bestattungsort einer Urne mit einer rechteckigen Platte markiert wird, die in den Boden eingelassen wird. Die Platten würden, ähnlich wie bei einer Urnenwand, mit dem Namen des Verstorbenen versehen. Anonyme Bestattungen seien derzeit noch nicht vorgesehen, sagt Krautter. Das Urnenfeld wird durch zwei etwa 40 Quadratmeter große gepflasterte Plätze mit Bänken und Brunnenstelen strukturiert, zu denen neu angelegte asphaltierte Wege führen. Ab Mitte des kommenden Jahres kann das neue Urnenfeld belegt werden.

Etwa 60 000 Euro wird dieser erste Abschnitt der Erweiterung kosten. Ein ansehnlicher Teil davon musste zur Stabilisierung des abschüssigen Geländes aufgewendet werden. Der Hang neigt aufgrund der Bodenbeschaffenheit zu Rutschungen, daher musste zunächst eine Drainage eingebaut werden. „Das hält jetzt die nächsten 50 Jahre“, verspricht Krautter.

Im kommenden Jahr wird weitergebaut. Dann sollen Möglichkeiten für Bestattungen unter Bäumen geschaffen und Urnenfelder in bepflanzten Flächen und am Waldrand eingerichtet werden. Auch ein muslimisches Grabfeld wird geschaffen. „Der Friedhof Weiler Park ist allein schon durch seine Lage für all das der geeignete Ort. Er ist ein kleines Biotop mit einem schönen Baumbestand und einer Parkanlage, ein Refugium für die Tierwelt und ein Erholungsraum für die Menschen, die Ruhe suchen und in Stille trauern möchten“, erzählt Krautter.

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