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Die Nellinger Propstei

Der Klosterhof in NellingenDer Klosterhof im Stadtteil Nellingen bildet das umfangreichste historische Gebäudeensemble Ostfilderns. Neben der Kirche, die im Jahr 1777 an den spätromanischen Turm angebaut wurde, befindet sich das alte Propsteigebäude, dessen früheste Gebäudeteile aus den Jahren um 1500 stammen. Markant sind außerdem das alte Pfarrhaus aus dem Jahr 1565 mit seinem Fachwerk und der Fruchtkasten mit seinem auffallenden Staffelgiebel.
Die alten Gebäude zeugen von einer langen und bedeutenden Geschichte: Im Jahr 1120 hatte Anselm von Nellingen seine Güter dem Kloster St. Blasien im Schwarzwald geschenkt. Der kinderlose Ortsadelige hatte sich entschlossen, ins Kloster einzutreten - eine Entscheidung, die nicht nur für Nellingen über 500 Jahre lang weitreichende Folgen haben sollte.

Das Kloster St. Blasien errichtete in Nellingen eine Propstei, einen Stützpunkt, um die umfangreichen Besitzungen in der Region verwalten zu können. Bereits um 1220 war eine romanische Kirche errichtet worden, deren noch erhaltener Kirchturm heute ein seltenes Dokument dieser Bauepoche darstellt.
Auch in Scharnhausen und Ruit war St. Blasien erheblich begütert. In Ruit unterhielt das Kloster aus dem Schwarzwald einen Klosterfronhof, während die Württemberger die Herrschaftsrechte wahrnahmen.
1649 fiel die Propstei Nellingen mit ihren Besitzungen im Tauschweg an die Württemberger. Jetzt wurde im Klosterhof ein württembergisches Kameralamt etabliert, das dort bis 1836 existierte. Wiederum hatte Nellingen eine zentralörtliche Funktion inne.

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