
http://www.ostfildern.de/Die+Chancen+der+Vielfalt-p-7784.html
Die Stadt Ostfildern erhält vom Bund 170 000 Euro an Fördermitteln für den Lokalen Aktionsplan, mit dem kulturelle Vielfalt, Toleranz und Demokratie in der Stadt gestärkt werden sollen.
Im vergangenen Jahr erhielt die Stadt Ostfildern als eine von bundesweit 90 Kommunen den Zuschlag für Fördermittel des Bundesfamilienministeriums. Das Ministerium hatte ein Förderprogramm mit dem Titel „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ aufgelegt, mit dem Kommunen örtliche Konzepte zur Stärkung der kulturellen Vielfalt, der Toleranz und des Demokratieverständnisses in der jungen Generation umsetzen können. Der Stadt Ostfildern stehen bis zu 170 000 Euro aus diesem Programm zur Verfügung. Vereine oder Organisationen können aus diesem Topf Unterstützung für ihre Vorhaben in der Stadt beantragen.
In etlichen der geförderten Kommunen wird der Lokale Aktionsplan als Chance gesehen, Zeichen gegen fremdenfeindliche Tendenzen zu setzen. „In Ostfildern können wir andere Schwerpunkte setzen, denn wir gehören nicht zu den stark belasteten Regionen in Deutschland. Das Thema lautet eher, präventiv zu wirken und herauszustellen, welche Ressourcen in der Vielfalt und der Integration liegen“, verdeutlicht Ralph Rieck, Leiter der Kinder- und Jugendförderung Ostfildern, die Zielrichtung.
Der Lokale Aktionsplan mit dem Namen „Vielfalt Leben Ostfildern“ wendet sich an Vereine, gemeinnützige Organisationen oder auch Interessengruppen, die Projekte zur Förderung der Toleranz und der sozialen Integration entwickeln möchten und dafür Fördergelder benötigen. Dies können Sprachförderkonzepte für Kinder und Eltern oder integrative Kunst- und Kulturprojekte sein, doch der Phantasie sind keine engen Grenzen gesetzt. „Es kann auch sein, dass sich Nachbarn in einem Wohnquartier zusammentun, um einen Gemeinschaftsplatz einzurichten, an dem Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Herkunft sich treffen, zusammen spielen und feiern können“, erklärt Susanne Goldhammer, die bei der Stadt Ostfildern den Lokalen Aktionsplan koordiniert und mögliche Projektträger berät.
Ralph Rieck verdeutlicht, dass es sich bei den Projekten allerdings nicht um Eintagsfliegen handeln darf. „Die Förderung ist nur ein Anschub. Es geht nicht darum, mit möglichst viel Geld ein möglichst großes Feuerwerk abzubrennen, es müssen nachhaltige Strukturen und Veränderungen geschaffen werden“, sagt er. Dies betont auch Alice Weber von der Abteilung Schulen, die auch im Begleitausschuss des Lokalen Aktionsplans sitzt. „Man sollte in einem Projekt etwas entwickeln, das man in den Alltag übernehmen und dort verankern kann. Es muss also etwas bleiben, denn der Alltag bleibt nach dem Ende der Förderung auch.“
In vier Schritten zur Antragstellung
Die nächste Antragsfrist ist am Freitag, 3. Februar. Wer eine Projektidee entwickelt hat, sollte prüfen, ob sie mit den Zielen des Aktionsplans übereinstimmt. Dann wird der Antrag ausgefüllt und per Mail abgeschickt. Der Begleitausschuss genehmigt den Antrag. Bei Fragen und Beratungsbedarf sollte die Koordinatorin Susanne Goldhammer, Telefon 0711/3404-209, kontaktiert werden. www.lap-ostfildern.de.