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8.2.2018

Der Gemeinderat nimmt Kenntnis vom Jahresprojekt „Sei mein Nachbar“

Foto: Sei mein Nachbar-Buttons. Foto: Kulturbüro

Begegnungen der besonderen Art ermöglicht Die Verwaltung hat dem Gemeinderat eine Bilanz des Projekts „Sei mein Nachbar“ vorgelegt. Sie ist nicht nur positiv ausgefallen. Das Projekt wird nun mit Fördermitteln fortgeführt.
Tanja Eicher, die Leiterin der Abteilung Kultur und Bewegung im Fachbereich 2, (Bildung, Kultur und Familie) erläuterte im Gemeinderat die Entstehungsidee und die Umsetzung des Projekts „Sei mein Nachbar“, bei dem im vergangenen Jahr Begegnungen der besonderen Art ermöglicht worden sind.

 „Die Projektidee entstand im Sommer 2015 bei den Planungen der Veranstaltungen zum 40-jährigen Bestehen der Stadt“, erläuterte Eicher. Dabei stießen die Organisatoren auf die Zahl, dass ein relativ hoher Anteil von 13 Prozent der Einwohner in Ostfildern Neubürger sind. Die Organisatoren stellten sich die Frage, wie eine Teilhabe der vielen neuen Menschen in der Stadt an der Stadtgesellschaft gelingen könne und was gutes Zusammenleben insgesamt ausmache. Ein Schlüssel dafür sei schnell gefunden worden. „Man muss Begegnung schaffen“, sagte Eicher, deshalb sei das Projekt im vergangenen Jahr zum Schwerpunktthema gemacht  worden.

Die Organisation des Projekts lag beim Kulturbüro, „etwa 30 bis 40 Prozent der Arbeitszeit dort ist für Schwerpunktthemen vorgesehen“, berichtete Eicher. Die Leitung des Kulturbüros setzte das Projekt dann mit einer Projektgruppe und vielen Kooperationspartnern um. Der Etat für das Projekt habe 13.000 Euro betragen, davon flossen 6.000 Euro in Werbemittel. „Dieser Ansatz mag hoch erscheinen, war aber notwendig, weil die einzelnen Projekte und Veranstaltungen erst bekannt gemacht werden mussten“, erläuterte die Abteilungsleiterin.

Im Projekt entstanden 69 Veranstaltungsideen, 28 davon wurden realisiert, unter anderem die interkulturellen Wochen in der Stadtbücherei und die Ausstellung „mehrdimensional“ in der städtischen Galerie. Mit dem Projekt seien mindestens 2.300 Besucher oder Teilnehmer erreicht worden, bei weiteren offenen Veranstaltungen wie bei einem Picknick auf der Landschaftstreppe und einem Stadtteilflohmarkt sei die Zahl der Teilnehmer nicht quantifizierbar. Die Stärke des Projekts liege denn auch eher in der Qualität der Begegnungen die, geschaffen worden sind.

Die Abteilungsleiterin zog aber auch kritisch Bilanz: „Mit unserem Projekt haben wir manche Menschen nicht erreicht, da hätten wir mehr aufsuchend arbeiten müssen.“ Es sei nicht gelungen, die Organisationsstruktur wie gedacht aufrecht zu erhalten. Auch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit habe es gehapert, die Pinnwand auf der städtischen Homepage habe keine Resonanz erhalten und der Facebook-Auftritt nur magere Klickzahlen. Für die Organisatoren steht fest, dass nur einzelne Projekte fortgeführt werden.

Die Kinder- und Jugendarbeit in Ostfildern (Kiju) startet in diesem Jahr mit ins Projekt, dafür hat die Einrichtung eine Förderung bis 30. April 2019 erhalten. „Der rote Faden ist die Begegnung zwischen Menschen“, sagte Eicher. Eine wichtige Erkenntnis bisher sei, dass es ein schwieriger Ansatz ist, die Bürger für Begegnungen zu interessieren. „Deswegen wird zu diesem Projekt immer eine Auseinandersetzung stattfinden, im positiven und auch im negativen Sinn.“ Weil aber jeder 13. in der Stadt ein Neubürger sei und nicht nur aus anderen Kulturkreisen komme, sondern auch unterschiedliche Lebenskonzepte, Sozialisation und finanzielle Bedingungen habe, wolle man sich mit diesem Thema weiter beschäftigen.

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