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Georg Hank


Mitglied seit: 14.02.2010
Wohnort: Parksiedlung (ab 1.3.2010)


geschrieben: 27.07.2012 0:21 Uhr
Betreff: Bebauungsplan „Parksiedlung Nord-Ost“


Zu den Unterlagen aus Gemeinderatssitzung vom 25. Juli 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,
Anbei meine Fragen zu den Unterlagen
Bebauungsplan „Parksiedlung Nord-Ost“, Planbereich N 71,
aus Gemeinderatssitzung vom 25. Juli 2012

1. Geotechnisches Gutachten
Im Gutachten ist genannt:
Punkt 8.1 Rutschneigung des Hanggeländes
„Bei der hier vorliegenden, relativ steilen Hanglage und den bindigen Böden im Untergrund (…) ist besonderes Augenmerk darauf zu legen, dass das Hanggleichgewicht nicht beeinträchtigt wird.“ „ … Oft werden Rutschungen auch durch Veränderungen des Massengleichgewichts auf Hängen ausgelöst, … auch besondere Massnahmen zur Erhöhung der Böschungsstabilität können erforderlich sein.“

Fragen:
1)Kann ausgeschlossen werden, dass langfristig die Gebäude südlich der Danziger Str. durch die Neubebauung Nord-Ost unbeeinträchtigt bleiben?
2)Welche besonderen Massnahmen werden dafür unternommen?
3)Stellt ein Verzicht auf die mehrstöckigen Gebäuden im westlichen Teil (bei Schürfgruben SG2 und SG5) eine sicherere Alternative bzgl. der Wahrung des Hanggleichgewichts dar?
4)Wie tief muss für diese „Kolosse auf tönernen Füssen“ gegründet werden und welche Auswirkungen hat das auf die angesprochene Wasserführung?
5)Ist ein Aufquillen bei tiefer Gründung zu erwarten?
6)Welche Auswirkungen gibt es auf das unterirdische Regenrückhaltebecken, welches der Entwässerung des Wohngebiets südlich der Danziger Strasse zugeordnet ist? Wie bekannt sein dürfte sind bereits in der Vergangenheit bei Starkregen tw. Keller vollgelaufen.
7) Werden durch die Bodenproblematik weniger Tiefgaragenplätze gebaut als ursprünglich angesetzt?

Punkt 2. Zur Untersuchung zur Lärmpegelverteilung

Es wurden sehr umfangreiche Lärmschutzmassnahmen betrachtet:
Galerie, Tempo 30, Lärmschutzwand bis 5m Höhe, Einfahrt überdacht, Flüsterbelag.
Ergebnis war:
Die 3 mehrstöckigen Bauten im westlichen Bereich sind in allen Varianten stark belastet,
Das Ziel den Stadteingang aufzuwerten, werden durch die notwendigen Massnahmen konterkariert, die bisher sichtbare „grüne Insel“ wird einer Betonwand weichen.
Eindruck eines geschlossenen Viertels entsteht.

Fragen:
8) Entspricht der Verzicht auf die mehrstöckigen Gebäude im westlichen Teil und den Ersatz durch EFH einer deutlichen Entspannung des Lärmproblems?
9) Kann bei einer flacheren und weniger dichten Bebauung auf einen Grossteil der untersuchten „drastischen“ Lärmschutzmassnahmen wie zB. einer 4,5 Meter hohe Mauer verzichtet werden?
(Anmerkung: die Variantenuntersuchung ab S. 20 bezieht sich auf den 1. Preis. Sind dann nicht die jeweiligen Seitentitel falsch.)

Zusammenfassung und Kommentar:
Das Ziel des Bauträgers die städtebauliche Dichte möglichst hoch anzusetzten, fordert die Planung von mehreren überhöhten Gebäuden. In der gesamten Parksiedlung sind diese Gebäude bisher eben nicht direkt am Talrand sondern in nach hinten gelagerten Bereichen positioniert. Das bisherige Bild der Parksiedlung vom Tal aus ist das einer Reihenhaussiedlung.
Gebäude mit mehr als drei Stockwerken in Steillage, direkt an der Breslauer Strasse, verursachen hauptsächlich die in den Gutachten zu Geologie und Lärmbelastung dargestellten Risiken und Beeinträchtigungen.
Ich bin daher der Meinung, dass eine Bebauung in diesem vorderen Bereich mit Reihenhäusern die bessere Alternative darstellt.
Ich würde mich über Kommentare von anderen Mitbürgern freuen.




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