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10.11.2017

Bürgerstiftung feiert zehnjähriges Bestehen

Foto: Fünf Trommler stehen auf der Bühne. Foto: Petersen

Mit einem Festakt im Zentrum An der Halle hat die Bürgerstiftung ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Die Stiftung blickt auf eine junge, aber erfolgreiche Vergangenheit zurück.

„Zehn Jahre bei einer Stiftung zu feiern ist angesichts einer geplanten unbegrenzten Lebenszeit mutig, aber berechtigt, ist die immer noch junge Bürgerstiftung Ostfildern (BSO) „von Bürgern für Bürger“ doch sehr erfolgreich“, lautete der Tenor zum zehnjährigen Bestehen der Stiftung.

Das Zentrum An der Halle füllte sich bei der Festveranstaltung zügig. Die Vorstände Ludger Eltrop und Andreas Weber lotsten durch das Programm und begrüßten Gäste, Ehrengäste und die Festrednerin des Abends, die Staatssekretärin Bärbl Mielich vom Ministerium für Soziales und Integration Baden- Württemberg.

Oberbürgermeister Christof Bolay, der die Stiftung als Schirmherr immer aktiv begleitet und unterstützt hat, würdigte die zehn Jahre als eine Erfolgsgeschichte, die keiner so vermutet hätte. Der Bürgerstiftung und der wichtigen Futterer-Treuhandstiftung sei es gelungen, mit den Fördermitteln am Alltag der Bürger aufgespürte Themen wie Tafelessen und Kinderweihnachtswunsch oder Hilfen in Notlagen aufzunehmen und erfolgreich umzusetzen. Aber die Stiftung und die Engagierten im Vorstand und im Stiftungsrat vermochten es auch, zentrale Themen der Stadtgesellschaft wie Teilhabe und Integration oder Bildungspartnerschaften mit Eltern beispielgebend anzustoßen und durch erhebliche Förderbeträge zu stützen.

Ernst Hagenmeyer, der als Vorsitzender des Stiftungsrats seit Beginn mitwirkt, hob entlang der drei Kernzahlen zehn Jahre, 250 Projekte, 300 Geld-, Zeit- und Ideenstifter das erfolgreiche Wirken der Stiftung in der Stadt hervor. „Es war dem Glück und der Tüchtigkeit des Vorstands geschuldet.“ In den vergangenen drei Jahren wurden jeweils 120.000 Euro für Projektförderungen ausgeschüttet. Damit gehöre die BSO zu den großen Bürgerstiftungen in Baden-Württemberg. So sei zum Beispiel mit lokalen Partnern eine gute Unterstützung für Geflüchtete entwickelt worden. „Wir haben den Stein ins Wasser geworfen und den Anstoß mit guten Ideen für die weitere Strategiearbeit gegeben“, sagte Hagenmeyer. Neue Themen wie das „gute Altern in den Stadtteilen“ seien ein nächstes wichtiges Anliegen.

Bärbl Mielich stellte die Chancen der Bürgergesellschaft im Dialog mit der „Ermöglichungsverwaltung“ in das Zentrum ihres Vortrags. Gemeinsam und in geteilter Verantwortung seien die Zukunftsthemen „Demografischer Wandel“, „Sorgende Gemeinschaft“ und „Integration wie Inklusion“ als zentrale Themen aufzugreifen. Ostfildern sei in diesen Feldern eine beispielgebende Kommune mit ihrem Programm „Integrative Stadtentwicklung – Gutes Altern in den Stadtteilen“, an dem auch die Bürgerstiftung in einer Planungswerkstatt mitwirkte.

Kurz und intensiv wurde der integrative Leuchtturm der Stiftung „eins plus b: Eltern im Netzwerk Sprache und Bildung“ vorgestellt. Das Ziel des Projekts ist, Eltern aus anderen Kulturkreisen für die Bildung ihrer Kinder zu stärken. Das Bildungsprojekt „eins plus b“ ist in der Parksiedlung und im Scharnhauser Park bereits fest etabliert worden.

Auf einer Tour durch die Projekte stellte der Vorstand schließlich die Entwicklung der BSO seit ihrer Gründung vor. Kleine Brötchen, aber pfiffige Ideen waren am Anfang gefragt. Die Teilhabe aller Mitglieder der Stadtgesellschaft und soziale Projekte wie Tafelessen, Weihnachtspäckchen für Bedürftige oder Essen für Kinder standen und stehen immer im Vordergrund, auch vorangetrieben durch das inzwischen verstorbene Vorstandsmitglied Hans-Ulrich Steinhilber.

Mit dem Offenen Atelier für Menschen mit und ohne Demenz, mit der Musikschule und ihrer Begabtenförderung, mit der Stadtbücherei und ihrer „Mission Lesen“ oder mit der städtischen Galerie für die kunstpädagogische Begleitung von Kindern wurden „Privilegierte Partnerschaften“ mit einem verlässlichen Budget begründet. Mit den Partnern vom Freundeskreis Asyl und der Fachstelle für Integration und Flüchtlinge der Stadt hat die Bürgerstiftung überdies ein Mentoring-Programm für Flüchtlinge ins Leben gerufen.

Das Schlagzeug-Ensemble Talking Drums der Musikhochschule Stuttgart setzte starke Kontrapunkte zu den Wortbeiträgen. Mit sehr vielfältigen Instrumenten und Schlagwerken entführten Hyeji Bak, Juan Bahamon, Dominik Englert, Joscha-Patrick Eltrop und Johannes Reischmann die Gäste in fremde wie auch vertraute Klangwelten.

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