
http://www.ostfildern.de/Ausstellungser%C3%B6ffnung_+Noa+Jordan-p-7492.html
Das interdisziplinäre Kooperationsprojekt der Bereiche Tanz - Musik - Kunst - Jugendkultur basiert auf den verbindenden Strukturen von Gefühl, Rhythmus und Geschwindigkeit. Die Ludwigsburger Künstlerin Noa Jordan zeigt in der Ausstellung „looking for cy - befinden, bewegen, begegnen“, vom 27. November bis 31. Januar 2012 wie diese genreübergreifenden Gesetze die darstellende Kunst mit der Musik und dem Tanz verbinden. Die Ausstellung wird am Sonntag, 27. November, 11.15 Uhr von Oberbürgermeister Christof Bolay eröffnet. Die Einführung hält Marko Schacher, Stuttgart.
Die „Flashrockers“, eine Break-Dance-Gruppe des Jugendtreffs „L-Quadrat“ in Ostfildern, performen zu vertonten Kratz-, Wisch- und Klopfgeräuschen, die in drei verschiedenen emotionalen Zuständen, Ruhe - Aggression - Erregung durch raumgreifende Zeichenbewegungen der Künstlerin erzeugt wurden. Parallel dazu improvisieren Musiker des „Open_ Music Ensembles“ der Musikschule Ostfildern unter der Leitung von Scott Roller zu den drei genannten emotionalen Befindlichkeiten. Kernstück und Ausgangspunkt für die Ausstellung sind die drei Zeichnungen, die von der Künstlerin in den drei emotionalen Zustände Ruhe - Aggression - Erregung angefertigt wurden.
Unterschiedliche Zugänge, Milieus und kreative Ausdrucksformen vereinigen sich zu spannenden künstlerischen Prozessen. Die Rückführung der tänzerischen Performance bzw. Bewegungsabläufe in eine visuelle Darstellung schließt den Kreis und bündelt die Prozesse in einem Ausstellungsprojekt in der Städtischen Galerie.
Noa Jordan zeigt eine begehbare Stahlkonstruktion als raumgreifende Installation, in die Acrylglasplatten mit Körperabdrücken, der in Aktion befindlichen Tänzer, integriert sind. Diese zentrale Rauminstallation dient wiederum als Plattform für die agierenden Musiker und Tänzer.
Partizipation ist ein wichtiges Element der Kunst von Noa Jordan. So lädt sie Kollegen, aber auch Menschen ohne künstlerische Vorbildung ein, in unterschiedlichen Verfahren ihre Kunst zu kommentieren bzw. mitzuwirken. Eine Variante ist ein innovatives Öldruckverfahren für den Körper, das auch Aussenstehenden ermöglicht, sich in der Bewusstwerdung des eigenen Körpers zum Ausdruck zu bringen.
Eine weitere zentrale Arbeit der Ausstellung ist die 3- minütige Videoinstallation „cold wax-hotwax“, die Bewegung als universell verständliche Äußerung von Emotionen und damit als Ansatz der Kommunikation betrachtet. In der Ausstellung setzt sich das Prinzip der Kommunikation interdisziplinär und auf unterschiedlichen Ebenen fort. Der Besucher ist zur Beteiligung eingeladen.
Öffnungszeiten: Mo, Di, So 15 - 18 Uhr, Fr 10 - 13 Uhr und Do 15 - 20 Uhr. In den Schulferien Do verkürzte Öffnungszeiten Do bis 18 Uhr. Feiertage geschlossen, Sonderöffnung am 26. Dezember.