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1.12.2011

Ausstellungseröffnung in der Städtischen Galerie

Anregungen geben, Impulse aufnehmen: Noa Jordan probiert und erforscht, wie ihre Ideen auf andere wirken und wie sie selbst darauf reagieren kann. Die Werke der Ludwigsburger Künstlerin sind in der neuen Ausstellung im Stadthaus zu sehen. Die Interaktion, das Zusammenwirken mit Künstlern, Fotografen, Tänzern und Besuchern, fand und findet auch in der Städtischen Galerie statt. So wurde die Ausstellungser. So wurde die Ausstellungseröffnung am vergangenen Sonntag zu einem interessanten, mehrere Sinne ansprechenden Ereignis.  Musik und Tanz von engagierten Jugendlichen aus Ostfildern begeisterten die zahlreichen Besucher der Eröffnung.

Im Mittelpunkt von Ausstellung und Aktionen stehen Werke über die Gefühlszustände Ruhe, Erregung und Aggression. Diese Stimmungen sehe Noa Jordan als eine „emotionale Triangel, in der sich das Leben bewegt“, erläuterte Marko Schacher in seiner Einführung. Über diese Emotionen improvisierte virtuos das Open_Music Ensemble der Musikschule Ostfildern mit Anna Höfer (Saxofon), Valentin Müller (Klarinette) und Samuel Müller (Cello) unter der Leitung von Scott Roller (Cello).

Die Flashrockers des Jugendtreffs L-Quadrat präsentierten einen vielfältigen, akrobatischen Breakdance (in der Ausstellung als Video zu sehen). Ein halbes Jahr haben Galina Scharger, Fatmir Brahaj und Mourad Khamis den Tanz zu einem Soundtrack entwickelt, den die Sounddesignerin Lena Zagykian geschaffen hat. Sie verwendete Geräusche, die Noa Jordans Stifte während der Entstehung der drei großformatigen Zeichnungen „Ruhe“, „Erregung“ und „Aggression“ verursacht haben.

Diese drei Stimmungen sind auch das Thema der raumbeherrschenden Arbeit „Ruhe, Erregung, Aggression“. Die pavillonähnliche Installation, die eigens für die Ausstellung geschaffen wurde, können die Ausstellungsbesucher betreten. Immer wieder bezieht Noa Jordan den Betrachter direkt ein. So verwendet sie in vielen Arbeiten ein „innovatives Öldruckverfahren für den Körper, das auch Außenstehenden ermöglicht, sich in der Bewusstwerdung des eigenen Körpers zum Ausdruck zu bringen“, beschreibt Galerieleiterin Holle Nann eine wichtige Technik. Die so entstandenen Abdrücke von Körpern bearbeitet die Künstlerin weiter. Bedeutsam ist dabei das Motiv der Bewegung - von mehreren Figuren wie bei „ineinander-laufen“ oder des einzelnen Körpers als Ausdruck der Selbstbewusstwerdung („sehnen“) oder des Gefühls der Freiheit (die Lichtkästen der Fotoserie „Freiheit“).

In der Städtischen Galerie kann man sich außerdem selbst durch geschicktes Platzieren im Projektorlichtstrahl unter die Tänzer des Videos „Cold Wax - Hot Wax“ mischen, die eigene Silhouette beobachten und einen interaktiven Schattentanz wagen.

Die Ausstellung ist bis 31. Januar 2012 in der Städtischen Galerie im Stadthaus im Scharnhauser Park, Gerhard-Koch-Str. 1/Bonhoefferstraße, zu sehen. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Mo, Di und So 15-18 Uhr, Do 15-20 Uhr, Fr 10-13 Uhr und nach Vereinbarung. Geschlossen am 25. Dezember, 1. und 6. Januar. Sonderöffnung am 26. Dezember. Führungen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder nach Absprache. Informationen: Tel. 0711 3404-103 (Di-Fr 10-13 Uhr), E-Mail: H.Nann@Ostfildern.de.

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