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Ausgezeichnete Bibliothek

 

Auszeichnung für die Stadtbücherei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Stadtbücherei ist eine „Ausgezeichnete Bibliothek“. Regierungspräsident Johannes Schmalzl übergab ihr das Zertifikat das belegt, dass Qualität und Kundenzufriedenheit im Fokus stehen.

Seit einiger Zeit können die Leser der Stadtbücherei auf ausliegenden Feedback-Bögen Wünsche oder ihre Meinung äußern und sie im Briefkasten deponieren. Diese Idee ist nicht zufällig geboren, sondern im Zuge der vielen Überlegungen, die die Mitarbeiterinnen beim Zertifizierungsverfahren angestellt haben. Ein ganzer „Ideenpool“ sei dabei entstanden, sagte die stellvertretende Büchereileiterin Sibylle Treiber-Killinger, die glaubt, dass der Prozess an sich einiges an Kreativität freigesetzt hat.

Drei Jahre lang hat das Bücherei-Team um Heike Schepp intensiv seine Arbeitsabläufe unter die Lupe genommen, Stärken und Schwächen analysiert und sich Gedanken übers Profil der Bibliothek gemacht. „Wir dachten zunächst, das machen wir mit links“, verriet Treiber-Killinger – aber dann entpuppte sich schon die Beschäftigung mit betriebswirtschaftlichen Begriffen als Herausforderung. Nicht zuletzt wachse ein Team durch diese Aufgabe auch zusammen.

Das Zertifikat „Ausgezeichnete Bibliothek“ orientiert sich an den international anerkannten Qualitätsmanagementsystemen EFQM und CAF, die auch Wirtschaftsunternehmen und öffentliche Betriebe einsetzen. Entwickelt wurde es nicht etwa aus Zertifizierungswut, sondern aufgrund konkreter Anfragen von Bibliotheken, berichtete Cornelia Vonhof, Professorin an der Hochschule für Medien, die das Siegel ins Leben gerufen hat und die Bibliotheken beim Prozess begleitet. Dabei werden unter anderem Kunden und andere Externe befragt und das Image und die Mitarbeiter-Zufriedenheit erfasst. Das Team nimmt anhand von 142 Indikatoren eine differenzierte Selbsteinschätzung vor, die danach in einem „Audit“ von außen überprüft wird. Es sei nicht so, dass jede Einrichtung, die mitmacht, auch erfolgreich abschließt, betonte Vonhof – immer wieder gebe es Bibliotheken, die die Zertifizierung aufschieben oder wieder aussteigen. Aktuell wurde die drei Jahre gültige Auszeichnung in Baden-Württemberg vier Mal verliehen: Ostfildern und Fellbach sind zum ersten Mal dabei, während sich Geislingen und Neckarsulm rezertifizieren ließen. Die Bücherei-Teams und die Verwaltungsspitzen trafen sich im KuBinO zur Feierstunde, bei der es dank Moderator und „Walking Act“ Peter Gorges gar nicht trocken zuging. Der Herr mit der Melone und dem karierten Sakko ließ nebenbei Buchstaben verschwinden und trieb Sprachspielereien zum Schwindligwerden.

Regierungspräsident Johannes Schmalzl übergab die Urkunden und berichtete, dass das Zertifikat mittlerweile auch in Berlin, Bayern und Hessen eingeführt worden sei. Gerade öffentliche Einrichtungen hätten allen Grund, sich mit Qualitätsstandards zu befassen, meinte der Rektor der Hochschule für Medien, Alexander Roos. Schließlich lebten sie von öffentlichen Geldern. Dass die in Ostfildern gut angelegt sind, unterstrich Oberbürgermeister Christof Bolay: „Wir sind noch längst nicht am Ende unserer Ideen. Herr Regierungspräsident, wenn Sie Geld übrig haben – wir wissen jederzeit, was wir damit anstellen können.“

Artikel aus der Stadtrundschau Ostfildern, 05.02.2015, aia

 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website der Hochschule der Medien Stuttgart mit ihrem "Institut für Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung in Bibliotheken und Hochschulen".

 

Einige Impressionen von der Feierstunde: