
http://www.ostfildern.de/Auf+alten+Wegen+gewandelt.html
Der Rahmenplan Landschaftsraum Filder soll im Frühjahr kommenden Jahres fertiggestellt werden. Der Gemeinderat in Ostfildern hat jetzt dem Vorentwurf zugestimmt und die Finanzierungsgrundlage erster Projekte mitbewilligt.
Im Frühjahr vergangenen Jahres haben die im Kommunalen Arbeitskreis Filder (KAF) zusammengeschlossenen Kommunen den Startschuss für die Erarbeitung eines Rahmenplanes Landschaftsraum Filder gegeben. Im Frühjahr kommenden Jahres soll die Rahmenplanung stehen. Johann Senner vom ausführenden Planungsbüro hat dem Gemeinderat die ersten Entwürfe für kommunale Projektlandkarten sowie ein interkommunales Starterprojekt vorgestellt.
In Ostfildern sind zwei Hauptentwicklungsachsen in den Blick der Landschaftsplaner genommen worden, einen Hangkantenweg parallel zum Körschtal und einen Höhenweg entlang des Neckartals. Eine Verbindungsachse zwischen diesen beiden Wegen sieht der Planer durch den Scharnhauser Park auf der Landschaftstreppe verlaufen, die laut Senner ebenso zu den bestehenden landschaftsarchitektonischen Qualitäten zählt wie die Kastanienallee, das Rondell mit den Hasen, das Scharnhauser Schlössle und der Amortempel.Als konkrete Projekte kann sich Senner in Ostfildern vorstellen, den Amortempel besser zur Geltung zu bringen - und den Kronenansatz umliegender Bäume freizuschneiden.
Der Planer kann sich auch eine Nutzung der ehemaligen END-Straßenbahntrasse als Fuß- und Radweg denken, außerdem schwebt Senner eine Aussichtsturmachse zwischen der Parksiedlung und Neuhausen vor, anknüpfend an eine Grünbrücke über die Autobahn 8. „Wir haben uns über alte Pläne gebeugt und möchten die historischen Wegeverbindungen wieder in den Blickpunkt rücken“, so Senner.
Um den Landschaftspark Filder entsprechend in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, soll ein interkommunales Starterprojekt auf den Weg gebracht werden, in dem alle am Landschaftsraum Filder beteiligten Akteure wie Bürger, Landwirtschaft, Wirtschaft, Naturschutz und Künstler, mit eingebunden werden. Für dieses Starterprojekt soll noch im Herbst ein Förderantrag auf Co-Finanzierung beim Verband Region Stuttgart eingereicht werden.
Die Finanzierung des Projektes soll zudem aus den für die Erstattung der Planungskosten vorgesehenen Mitteln des KAF (bis zu 110.000 Euro) erfolgen. Um dies zu ermöglichen, verzichten die im KAF zusammengeschlossenen Kommunen auf die Erstattung der Planungskosten - auch diesem Punkt hat der Gemeinderat zugestimmt.
Der KAF konnte die Planungskosten in Höhe von insgesamt 80.000 Euro aus Zinsüberschüssen aus dem Programm der Flughafen-Ausgleichsmaßnahmen finanzieren. Weil das Geld aber fest angelegt war, haben die Kommunen ihre Honoraranteile für die Planung aus dem laufenden Haushalt 2011 zwischenfinanziert. In Ostfildern betrug dieser Anteil 14.500 Euro. Zudem verbleiben nun die Zinsüberschüsse von 110.000 Euro im KAF. Mit dem Geld und einem Zuschuss des Verbandes Region Stuttgart sollen die ersten Projekte des Landschaftsraums Filder auf den Weg gebracht werden.