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26.1.2012

„Das ist ein Angebot aus einem Guss“

Auf Höhe der Edith-Stein-Straße 19 im Scharnhauser Park stehen seit kurzer Zeit die knallroten Fahrzeuge der Stuttgarter Stadtmobil Carsharing AG bereit.

Im gesamten VVS-Bereich gibt es mittlerweile einen einzigen Anbieter von Carsharing, seit Anfang des Jahres der Esslinger Verein VCD Gemeinschaftsauto seine Geschäfte der Stuttgarter Stadtmobil Carsharing AG übergeben hat - ein Vorteil auch für die Bewohner von Ostfildern.

„Das ist ein echter Durchbruch“, erklärt der VCD-Vereinsvorsitzende Dirk Rupp. „Vorher waren der VCD und Stadtmobil zwei völlig getrennte Organisationen. Für die Kunden ist das Angebot jetzt aus einem Guss, und es gilt der gleiche Tarif“, sagt er. Außer am Standort Scharnhauser Park findet man Stadtmobil-Fahrzeuge auch in Nellingen im Klosterhof und in Ruit in der Straße Im Flieder.

Die Vorzüge des Carsharings liegen für Dirk Rupp auf der Hand: „Man kann sich spontan ein Auto buchen, um beispielsweise nach Stuttgart einkaufen zu gehen. Dann gibt es auch reservierte Parkplätze in der Innenstadt. Wer hat das sonst?“ Aber auch für die Freizeit sei das Angebot eine echte Alternative zum eigenen Auto. Außerdem können mit dem „geteilten Auto“ bis zu acht private Fahrzeuge ersetzt werden.

Die Vorteile hat auch die Stadtverwaltung erkannt und nutzt ein Fahrzeug für den Botendienst. „Das ergänzt sich wunderbar“, erklärt Oberbürgermeister Christof Bolay. Die Fahrten für die Stadt finden vormittags statt, nachmittags steht das Auto anderen Stadtmobil-Kunden zur Verfügung. „Wir brauchen wendige Stadtfahrzeuge. Durch die Kooperation müssen wir aber keine eigenen Fahrzeuge anschaffen“, ergänzt Bolay. Deshalb werde inzwischen bei allen anstehenden Neubeschaffungen von Fahrzeugen geprüft, ob die Aufgaben nicht auch mit den Carsharing-Wagen abgedeckt werden können. „Das ist wirtschaftlich günstig für uns und sorgt gleichzeitig dafür, dass wir auch die Kohlendioxid-Bilanz verbessern“, betont Christof Bolay.

Neben den Stadtboten nutzen auch die Volkshochschule und der Hausmeister der Obdachlosenunterkünfte ein Auto von Stadtmobil. „Wir können uns vorstellen, die Zusammenarbeit noch weiter auszubauen und sind deshalb ständig in Gesprächen“, sagt Bolay. Beispielsweise könnte ein Bus der Stadt durch ein Carsharing-Fahrzeug ersetzt werden. „Wir prüfen immer, was für uns machbar und wirtschaftlich ist“, erklärt der Sachgebietsleiter Organisation, Jochen Mack, der für die Fahrzeugkonzepte und die Zusammenarbeit mit Stadtmobil zuständig ist. Schließlich wäre es nicht optimal für die Idee des Carsharings, wenn die Stadt ein Fahrzeug den ganzen Tag über nutzen würde. „Das geht vor allem in Bereichen, in denen die Autos nicht zu kurzfristig und zu geregelten Zeiten benötigt werden. Für den Ordnungsdienst wäre das Carsharing-Modell beispielsweise ungeeignet“, sagt Mack. Dennoch können die Mitarbeiter der Stadt für Dienstfahrten auch auf die Stadtmobil-Flotte zurückgreifen.

Durch die Kooperation soll der städtische Fuhrpark weiter reduziert werden. „Deshalb überlegen wir uns zusammen mit Stadtmobil passende Lösungen“, erläutert Jochen Mack. So hat ein Auto im Scharnhauser Park extra eine Anhängerkupplung bekommen, damit bei den Fahrten des Hausmeisters zum Beispiel Möbel in einem Anhänger transportiert werden können. Mack kann sich auch vorstellen, dass in Ostfildern zukünftig noch weitere Parkplätze für die Stadtmobil-Fahrzeuge ausgewiesen werden.

 

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.stadtmobil-stuttgart.de oder telefonisch unter 0711 94543636.

 

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