Logo

http://www.ostfildern.de/%E2%80%9EAuf+einem+guten+Weg%E2%80%9C.html

31.10.2011

„Auf einem guten Weg“

Die Bürgerstiftung Ostfildern hat zu ihrem dritten Stifterforum eingeladen. Stifter, Spender und Unterstützer der Stiftung, aber auch Vertreter von geförderten Projekten, kamen im KuBinO zusammen. „Manchmal ist es sehr innovativ, sich auf etwas Altes wie den Stiftungsgedanken zu besinnen, und ich bin sicher, dass wir daraus noch viele gute Impulse bekommen werden“, sagte Oberbürgermeister Christof Bolay zum Auftakt des Stifterforums. Bolay, der Schirmherr der Bürgerstiftung, schlug damit den gedanklichen Bogen von der grundlegenden Idee, durch bürgerschaftliches Engagement eine Erneuerung des Gemeinsinns zu bewirken, zum Leitmotiv des Abends, der Innovation.

Das Stifterforum versammelt alle Stifter, Spender, Unterstützer und Freunde der Bürgerstiftung Ostfildern und dient der öffentlichen Berichterstattung des Vorstands über die Aktivitäten, die finanzielle Entwicklung und die Perspektiven der Stiftung. „Transparenz und Öffentlichkeit sind wesentlich, und die Stifter haben einRechtdarauf, dass vor ihnen Rechenschaft abgelegt wird“, stellte VorstandsmitgliedLudger Eltropklar.

Die Berichte des Vorstands der Stiftung fielen kurz, gleichwohl jedoch präzise und anschaulich aus und wiesen auf hoffnungsfrohe Perspektiven hin. „Wir sind auf einem guten Weg. Wer hätte gedacht, dass die Bürgerstiftung innerhalb von vier Jahren so eine hervorragende und begeisternde Entwicklung nimmt“, fasste VorstandsmitgliedGünter Stollseinen Finanzbericht zusammen. Stoll hob hervor, dass das Vermögen der Stiftung seit dem Jahr 2007 auf das Vierfache angestiegen sei, was wiederum die Aussichten für künftige Fördervorhaben enorm verbessert habe. Doch nicht nur die Erträge aus den großen Zustiftungen dieses Sommers seien von Bedeutung. Menschen Gutes tun zu können stelle einen Wert an sich dar. „Dafür ist uns jeder Betrag wertvoll und wichtig“, betonte Stoll.

Ludger Eltropkonkretisierte die Fördervorhaben der Stiftung. Die zusätzliche Sportstunde für Schüler der Pfingstweideschule in Kemnat kam ebenso zur Sprache wie das Elterncafé in der Erziehungshilfestelle Friz, der Elterntreff in Scharnhausen, die Lernpartnerschaften der Kinder- und Jugendförderung und das Projekt KuBinO on stage. Eltrop stellte auch das große Anliegen vor, den Kindern im Friz ein kostenloses Mittagessen anzubieten. „Es ist kaum zu glauben, aber auch in unserem reichen Land gehen Kinder mit hungrigem Magen in den Nachmittag“, sagte er.

Beim Stifterforum referierte Thomas Weber, Vorstandsmitglied der Daimler AG und dort für Forschung und Entwicklung zuständig, zum Thema „Innovationen als Schlüssel für die Mobilität der Zukunft“. Weber stellte in einem engagierten und detailgespickten Vortrag dar, wie bedeutsam technologische Innovationen nicht nur für die Zukunft eines Produkts und eines Unternehmens, sondern für die Zukunftsfähigkeit einer ganzen Region sind. Individuelle Mobilität könne auch weiterhin durch das Automobil gewährleistet werden, doch dafür bedürfe es des Willens zur Erneuerung. Dies betreffe nicht nur die Antriebe und Kraftstoffe der Zukunft, sondern sämtliche Bauteile eines Fahrzeugs. „Wir wollen das Auto in allen seinen Facetten neu erfinden“, sagte Weber. Doch wer eine Vision habe, benötige auch einen Weg dorthin. Innovativ sei daher auch, das Wissen verschiedener Branchen zusammenzuführen, um als Region leistungsfähig zu bleiben. Innovationen seien eine zentrale Zukunftsfrage für Deutschland und den Wohlstand in der Region.

Zurück zur Übersicht